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Willkommen in der Jüdischen Gemeinde Paderborn

Auszeichnung GlaubensGarten

Auch die jüdische Kultusgemeinde Paderborn wurde mit einer Urkunde, für das ehrenamtliche Engagement beim Glaubensgarten Bad Lippspringe, ausgezeichnet.

Glaubensgarten Bad Lippspringe Alexander Kogan

Die Thora, die Gott durch Mose dem Volk der Hebräer am Berg Sinai überreichte, ist der Beginn der jüdischen Religion ca. im 2. Jahrtausend vor Christus.

Jüdisches Denkmal Paderborn

Zur Erinnerung an die Progromnacht vor 80 Jahren in Paderborn erstellte die jüdische Gemeinde, in Kooperation mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Paderborn e.V., eine gedenk Webseite.

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GlaubensGarten 2017

Existenz von Gott und Glauben nehmen wir als Axion: Ein Axiom ist ein Grundsatz einer Theorie, einer Wissenschaft oder eines axiomatischen Systems, der innerhalb dieses Systems nicht begründet oder deduktiv [...]

Allgemeines

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Kurzinformation Judentum

Die Erschaffung der Welt legt das Judentum in die Zeit 3760/61 v.d.Z., das Jahr 2017 entspricht dem Jahr 5777/78 des jüdischen Kalenders. Die jüdische Religion sieht ihre Anfänge in der Aufforderung Gottes an Abram, seine Heimat und Verwandtschaft in Ur am Eufrat zu verlassen und in ein Land zu ziehen, das er ihm zeigen werde. Gott will ihm das Land Kanaan geben, mit dem Volk einen ewigen Bund schließen und es zu einem großen Volke machen. Nun wird aus Abram Abraham = Vater einer Völkermenge. Nach einem Aufenthalt in Ägypten, einer vierzigjährigen Wüstenwanderung unter Mose, der Offenbarung der 10 Gebote am Sinai und der Verpflichtung des Volkes zur Einhaltung des Bundes durch eine entsprechende Lebensweise (2. Mose 24,7) beginnt die Geschichte des Hl. Landes.

Religiöse Grundlage wird die Thora (Weisung, Lehre – die 5 Bücher Mose, die Propheten und andere Schriften). Genauso wichtig sind die Kommentare Mischna und Gemara im Talmud. Nachdem es im Alten Israel den Tempel mit den entsprechenden Ritualen und religiösen Pflichten gab, wurde nach der Zerstörung im Jahre 70 durch die Römer bis heute die Synagoge – das Haus der Versammlung, zum religiösen Zentrum der jüdischen Gemeinden. Ansprechpartner der Gemeinde ist der Rabbiner, in konservativen und liberalen Gemeinden auch eine Rabbinerin,der/die über ein Studium an einem universitären Rabbinerseminar verfügt. Hat eine kleinere Gemeinde keinen eigenen Rabbiner, gibt es eine/einen Gemeindevorsitzende/n, um das Gemeindeleben zu organisieren. Dafür ist kein religiöses Studium erforderlich, es besteht aber Kontakt zu einem Rabbiner des jeweiligen Landesverbandes.

Religiöses und alltägliches Leben sind nicht zu trennen, die Halacha – der Weg auf dem man zu gehen und Gottes Gebote zu erfüllen hat, sind in Ver- und Geboten festgelegt, die von besonders religiösen Menschen immer wieder bedacht, studiert und in zahlreichen Segenssprüchen für alle Lebenssituationen ihren Ausdruck finden.

Wöchentlicher Ruhetag ist der Shabatt (von Freitag Abend bis Samstag Abend), an dem Mensch und Tier keine Arbeit verrichten sollen und sich des Ausruhen Gottes nach der Schöpfung zum Vorbild nehmen. Der Shabattgottesdienst in der Synagoge am Freitag Abend und Samstag Vormittag und die häusliche Gestaltung der Feier sind nach traditionellen Ordnungen geregelt.

Der jüdische Festtagskalender beginnt mit dem Neujahrsfest und dem Jom Kippur, dem großen Fastentag, i.d.R im September Es folgt das Laubhüttenfest i.d.R. im Oktober und das Chanukkafest im Dezember. Das Purimfest wird im Februar oder März gefeiert, Pessach im April und das Wochenfest Schawuoth im Mai/Juni. Die Festtage haben einen besonderen Familienbezug. Sie sind beweglich, da sich das jüdische Jahr nach dem Mondkalender richtet. Um die Feiertage jedoch in den erforderlichen Jahreszeiten zu erhalten, werden innerhalb von 19 Jahren 7 Schaltjahre mit einem weiteren Monat, dem 2. Adar eingeführt.

Das Judentum kann etwas verallgemeinert, in orthodoxe, konservative und liberale Richtungen unterteilt werden, die aber durchlässig sind. Orthodoxe tragen im Alltag eine Kopfbedeckung, die Kippa.

Ein Ritual zum Lebensbeginn ist die Beschneigung des 8-tägigen Jungen, es folgt mit 13 Jahren die Bar Mizwah, bei Mädchen mit 12 Jahren die Bat Mizwah. Damit werden die Kinder als religionsmündig in die Gemeinde aufgenommen.

Das Judentum kennt keine Missionierung. Jude/Jüdin ist, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde.

Ein Übertritt ist nach einer Zeit des Lernens möglich, je nach religiöser Richtung jedoch unterschiedlich kompliziert.

Die Gebete am Morgen, Nachmittag und Abend, privat oder in der Gemeinde gesprochen, sind nicht streng festgelegt, da sie als persönlicher Ausdruck aus dem Herzen kommen sollen. Ein bedeutendes Gebet ist das Kaddisch, ein Lobpreis Gottes in aramäischer Sprache, das auch das Gebet der Trauernden ist.

Als wichtigstes gilt das „Höre-Israel,“ es ist das Bekenntnis zu einem einzigen Gott. Dieses ist als einziges in der Tora angeordnet.

Im Alltag des religiösen Menschen spielen die Speisegesetzte – zur Heiligung des Leibes – eine wichtige Rolle (Kaschrut). Die Auswahl und Zubereitung der Speisen erfolgen nach Gesetzen der Bibel.

Verstorbene haben ein Ruherecht bis zur Auferstehung am jüngsten Tag. Jüdische Gräber werden demnach nicht wiederbelegt. Zum ersten Jahrestag wird ein Denkmal gesetzt, beim Besuch des Grabes wird an Stelle von Blumen ein kleiner Stein auf dieses Denkmal gelegt.

Die Vorstellungen über den Messias haben sich über die Jahrhunderte immer wieder gewandelt, heute legt man sich da nicht mehr eindeutig fest.

Große Bedeutung im jüdischen Leben haben Lernen und Bildung – nicht nur im religiösen Rahmen.Aufgabe der Menschen, die alle Brüder und Schwestern sind, weil sie von einem einzigen Gott geschaffen sind, ist eine ethische Lebensführung. In den Worten des Gelehrten Hillel:

„Was dir verhasst ist, tu dem anderen auch nicht an.“